Off Topic – Alles ist möglich

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13 Antworten auf „Off Topic – Alles ist möglich“


  1. 1 Labello 30. Mai 2016 um 9:53 Uhr

    Betr: „Peter Decker zur Staatsdebatte (sort of)“ bei Neoprene

    „Neoprene
    Wen auch immer es angehen mag:
    Mir gefällt es nicht, daß jetzt schon wieder von Ohnmacht der Beschimpfungsstil als Intro benutzt wird. Zukünftig lösche ich solche Beiträge komplett raus.

    Ohnmacht
    Außer von Krim, der genießt Bestandsschutz ;-)

    Neoprene
    Ja, Ohnmacht, diese Replik habe ich von dir erwartet: Bei Krim mache ich in der Tat regelmäßig eine Ausnahme. Bei Typen wie dir lohnt das hingegen nicht, das hast du hier in Verbindung mit deinem Blog ja hinlänglich belegt und klar gemacht.“

    Dazu ein Kommentar, den Neo offenbar nicht veröffentlichen mag:

    „“Bei Krim mache ich in der Tat regelmäßig eine Ausnahme.“

    … und Libelle … und Apple … und Heldenkarl … und Nobby …

    Ist dir das selbst eigentlich nicht peinlich??

    Btw: Ein Kommentar aus dem April 2012, mit einem bedenkenswerten Rat zum Schluss:

    „Vielleicht sollte man sich noch mal klar machen, was von dem Ideal zu halten ist, keine Zensur zu dulden oder bei sich vorzunehmen, das Neoprene einmal als Ausweis seiner lauteren Haltung wie ein Feldzeichen vor sich herträgt, das andere mal aber kein Problem damit hat, XY als angeblichem „agent provocateur“, den Mund zu verbieten. Es ist hier mit der Toleranz eben nicht anders als im restlichen bürgerlichen Zirkus auch. Die Toleranz ist ein Maulkorb, um kritischen Geistern den Mund zu verbieten. Man wird damit unabhängig vom Inhalt darauf verpflichtet, gefälligst die andere Meinung zu respektieren, weil sie Meinung ist. Sie ist deswegen zweitens eine Heuchelei, weil sie im Namen der freien Rede einen Maulkorb verordnet.

    Es ist also gar nicht so, dass es bloß den Gegensatz gäbe, dass der eine für die freie Rede ist und der andere sich mit erklärten Hobbyantikommunismusagitatoren nicht auseinandersetzen will. In Wirklichkeit ist es so, dass Neoprene und auch Apple (eine gescheite Kritik an libelle kam von der Seite des Apfels jedenfalls nicht, was schon merkwürdig ist bei, dem falschen und verlogenen Scheiß, den Libelle so ablässt und der wirklich unerträglich ist.) libelles Standpunkte im Prinzip für richtig halten. (…)

    Libelle schwitzt aus jeder Pore seiner Argumentation seinen Antikommunismus aus. Dass seine Bestimmungen sich einzig daraus erklären, kommunistischen Standpunkte blamieren, schädigen und zerstören zu wollen, das ist wirklich unschwer zu erkennen. Man kann gar nicht soviel kritisieren, wie interessierte Fehler in diesen Texten stecken. Neoprene sieht das offensichtlich nicht, obwohl ich und Name Libelles Fehler mehrfach hingeschrieben haben. Wie soll man sich das erklären? Warum wird dem Interesse kommunistische Standpunkte in die Pfanne zu hauen so viel Wohlwollen entgegengebracht? Vom Standpunkt eines Kommunisten ist das nicht zu erklären. Es ist geradezu verrückt mit einem Standpunkt zu sympathisieren, der erklärtermaßen antritt den eigenen Standpunkt zu bekämpfen.

    Mir fallen zwei Erklärungen ein. 1. Entweder Neo ist kein Kommunist. 2. Oder Neo verschafft es einen inneren Triumph, wenn der GSp in die Pfanne gehauen wird und es ist ihm egal, dass sich das nicht auf den GSP beschränkt.

    Was mich an der ganzen Sache auch noch ungemein ärgert, ist die Art und Weise wie Neo das Aufklärungsbedürfnis von Kommunisten ausnutzt. Da bietet Neo eine Plattform für einen erklärten Antikommunisten, wohl wissend, dass es einem Kommunisten schwerfällt, den Scheiß unwidersprochen stehen zu lassen. (…)

    Er hält sich vornehm zurück, und schaut zu wie sich andere ein Battle liefern und lässt dann seine professoralen Metakommentare ab. Ihm ist eben nichts zu blöd, um Aufmerksamkeit auf seinen Blog zu ziehen. Ich habe davon jedenfalls endgültig die Schnauze voll und kann nur jedem raten dieses Verhalten nicht durch Anwesenheit auf seinem Blog zu unterstützen.“

    Leider ein Fall von „Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern!“

    Tschömitö …“

    Der Kommentar aus 2012 stammt von Krim.

  2. 2 Anonym 30. Mai 2016 um 10:04 Uhr

    Da Krim und Libelle in ihrem Leben anscheinend schon diverse Wendungen gemacht haben (und ich libelle 2016 durchaus anders wahrnehme als libelle 2012) plädiere ich dazu, stur vom eigenen Interesse auszugehen, und zu überprüfen, wo Fehler liegen, wo was stimmt, etc.
    (und bei Verärgerung darüber, dass man gelöscht wurde, da kannst du dann ja wirklich den Kommentar auf deinem eigenen Homepage herzeigen.)

    (Dass man gelegentlich die Faxen dicke hat, ja, das geht mir auch so.)

    Aber wie ich soeben lesen durfte, lässt du dich ja auch nicht abhalten.

  3. 3 Ohnmacht 30. Mai 2016 um 10:30 Uhr

    Was sich seit geraumer Zeit wohl etabliert hat, ist der Fahndungsstandpunkt von Krim und Neo: „Oh, das hört sich nach GSP an, da ziehe ich gleich mal die gelbe Karte und wenn das nicht aufhört, zeige ich die rote Karte!“ Das scheint die beiden zu verbinden. Im übrigen sind die beiden, wie der Beitrag von Labello verdeutlicht, wohl nicht immer auf einer Wellenlänge gewesen. Was nützen überhaupt Neos ständige Beteuerungen, dass er praktisch ein vorbildlicher Kommunist ist, wenn er theoretisch kaum noch was davon wissen will?

    Aber was soll’s? Du hast ja recht: man fährt am besten damit, jedes Urteil für sich auf den Wahrheitsgehalt zu prüfen und am eigenen Interesse zu messen.

  4. 4 Hinz_Kunz 31. Mai 2016 um 7:39 Uhr

    Mein Interesse an dem Blog ‚Walgesang‘ besteht übrigens darin, mal zu schaun, was die Typen selbst dort eigentlich sonst noch auf der Welt vorhaben, wenn sie gerade mal nicht ‚zufällig‘ über den angeblich fehlerhaften Eigentümerwillen beim GSP-Staatsbegriff oder ‚zufällig‘ über das fehlende ausgearbeitete Panwirtschaftsmodell lamentieren. (Oder dessen Fehlen weltweit einklagen, bis hin nach Cuba…)

    Schaunmermal.

  5. 5 Ohnmacht 31. Mai 2016 um 14:14 Uhr

    Mich wundert diese Fixierung des besagten Blogs auf den GSP: Wie kann man eine politische Gruppe immer wieder als irrelevant abtun und ihr gleichzeitig so viel Aufmerksamkeit schenken? Warum arbeiten sich die Stammposter so eifrig am GSP ab? Das kann man sich eigentlich nur mit einem enttäuschten Idealismus erklären. Sie haben Erwartungen an den Verein gestellt, die der überhaupt nicht geweckt haben kann. Hinzu kommt das Beleidigtsein wegen fehlender Anerkennung vom GSP und seinen Anhänger.

  6. 6 Labello 31. Mai 2016 um 18:17 Uhr

    Hinz_Kunz,
    da wirst du aber mit ziemlicher Sicherheit eine Enttäuschung erleben. Neoprenes Blog ist nach den anfänglichen Diskussionen mit/über Antideutsche(n), die ja bei blogsport mal absolut dominant waren, danach immer mehr zu einer Plattform für alle möglichen Kritiker des GS (bzw. der MG) mutiert, wobei die „Kritik“ in den meisten Fällen in nichts anderem als unterirdischer Hetze bestand.

    Neoprene hat das offenkundig nicht weiter gestört, so dass im Laufe der Jahre immer mehr Leute aus den Diskussionen ausgestiegen sind, die sich dieses Gepöbel nicht weiter antun wollten. Selbst Krim, der von Anfang an dabei ist (und sogar mal zusammen mit Libelle ein Buch zur Kritik am GS schreiben wollte, worüber sie sich dann aber heillos zerstritten haben) hat daraus ja mal eine Konsquenz gezogen und ist zeitweise ausgestiegen (sein Zitat von 2012).

    Die „Fixierung“ auf den GS rührt also daher, dass dieser Blog tatsächlich im Kern nur die beiden o.a. Themen hat, demzufolge die Diskussionen also auch nur von den „üblichen Verdächtigen“ (Krim, Neoprene, Mattis, Libelle) geführt werden.

    M.a.W: Neoprene hat mit seinem Blog ein geradezu parasitäres Verhältnis zu der Zeitschrift aus München, im Laufe der Zeit darüber aber eine tiefe Verbitterung wegen fehlender Kenntnisnahme und Würdigung entwickelt – ebenso wie Krim!

    Die wirklich spannende Frage, warum diese Menschen sich seit Jahren nicht dazu haben aufraffen könnnen, ihre Kritik mal zusammenhängend aufzuschreiben und der interessierten Öffentlichkeit bekannt zu machen – was ja eigentlich auf der Hand läge! – kann ich nicht beantworten. Ich rechne mittlerweile aber nicht mehr damit, dass da noch was kommt. Weswegen es auch Verschwendung von Lebenszeit ist, sich weiter damit zu beschäftigen. Es sei denn, man weiß wirklich nichts Besseres mit seiner Zeit anzufangen … :-)

  7. 7 Ohnmacht 01. Juni 2016 um 11:10 Uhr

    Es wäre ja nicht die erste Abrechnung mit MG / GSP aus enttäuschter Liebe. Hinterher könnte die Viererbande noch ihre eigene Staatsableitung verfassen, die dann heißen müsste: „Staat der selbsternannten Eigentümer“. Sie könnten weitgehend alles aus dem vorliegenden Staatsbuch abschreiben; sie müssten nur das Verhältnis von staatlicher Gewalt und gegensätzlichen Interessen auf den Kopf stellen und alles, was nach „notwendig falschem Bewusstsein“ klingt, zu einer wohl durchdachten Entscheidung konkurrenzwütiger Freigeister umdeuten.

    PS: Auf Neoprenes Blog wurde mein letzter Kommentar gelöscht und nun erhält schon der nächste Abschusskandidat die Androhung eines Platzverweises. Man hat beschlossen, unter sich zu bleiben, um sich an der fixen Idee vom „Eigentümerstaat“ (vs. Klassenstaat) ungestört berauschen zu können – das lassen sie sich von niemanden mehr kaputt machen.

  8. 8 Mattis 04. August 2016 um 17:39 Uhr

    Ein ziemlich undifferenziertes Neoprene-Bashing hier, und die Hauptcharakterisierung: „Idee vom „Eigentümerstaat“ (vs. Klassenstaat)“, trifft noch nicht mal zu. Polemik eins plus, Theorie vier minus.

    Dass es dort bei Neoprene übrigens Auseinandersetzungen zu und zwischen Positionen gibt, auch ganz ohne GSP-Bezug, könnte man schon der Fairness halber erwähnen. Und dass es auch einen gewissen Respekt darstellt vor den GSP-Veröffentlichungen, dass diese teils zustimmend, teils eben aber auch kritisch zitiert werden, müsste man auch nicht unbedingt verschweigen.
    Aber gut, jedem die Kompensation, die er braucht.

    Möge als leuchtendes Gegenbeispiel dieser Blog hier vor dem Schicksal bewahrt werden, dass „Diskussionen also auch nur von den „üblichen Verdächtigen“ … geführt werden“ (s.o. Labello).

    Gruß von einem der üblichen Verdächtigen!

  9. 9 Ohnmacht 05. August 2016 um 12:28 Uhr

    Deine Relativierungen meiner Polemik mögen stimmen. Bei der Staatsdebatte hakt’s aber regelmäßig aus. :evil:

    Bashing ist es also, festzuhalten, dass Bashing gegen Kritiker der „fixen Idee vom Eigentümerstaat“ betrieben wird, allein dadurch, dass man sie in die GSP-Ecke stellt? Das hat Methode: Erst verbreitet man seine Klischees über den GSP – „dem Staatsfetischisten“ – um dann die unerwünschten Besucher des Blogs als Anhänger dieses Sektierertums anzufeinden. Hinter dem Feindbild steckt der kindisch-trotzige Reflex: Wenn der GSP und sein Umfeld nicht endlich unsere Enttarnung ihrer Staatsableitung als einzige Entschuldigung der Mitmacherei zur Kenntnis nimmt, dann degradieren wir jeden Verfechter dieser Theorie zur persona non grata.

    Die Rollen der Meinungslenker sind aufgeteilt in „good cop, bad cop“: Der Oberaufseher „Neoprene“ macht auf harten aber gerechten Schiedsrichter, lässt aber den Scharfmacher vom Dienst „Krim“ seine Kontrahenten ohne Hemmschwelle in einer Tour anpöbeln, bis einer nach dem anderen entnervt abzieht. Besonders rastet der Besagte aus, wenn man ihm verklickert, dass er die Ideologien des bürgerlichen Staats mit der Erklärung desselben verwechselt. Damit ist nämlich seine schöne Seifenblase vom Gewaltapparat als Verwirklichung eines Gemeinwillens zerplatzt und das Rumpelstilzchen fängt an zu toben, als ob es unter einem Tourette-Syndrom leidet.

    Am Ende ist alles nur enttäuschte Liebe und gekränkte Eitelkeit. :roll:

  10. 10 Mattis 06. August 2016 um 0:08 Uhr

    Ach, solche Interpretationen gibt es von und über alle Beteiligten. Die Psychologie der jeweils anderen durchschaut man ja immer gnadenlos. Aber was soll das werden, eine linksradikale Variante der Klatschpresse? Wer sich wann und wo daneben benommen hat, und der Fachmann diagnostiziert den gemütsmäßigen Hintergrund der Beteiligten?

    Mein Vorschlag also: Einfach mit besserem Beispiel vorangehen und so das Niveau heben.

  11. 11 Ohnmacht 07. August 2016 um 12:21 Uhr

    Der Gemütszustand dieser verkorksten Typen ist mir offen gesagt scheißegal. Wenn man auf der Gegenseite eine durch nichts zu irritierende Irrationalität diagnostiziert, dann drängt sich die Frage nach den psychologischen Motiven auf. Das hast du oben mit deiner Randbemerkung auch getan: „Aber gut, jedem die Kompensation, die er braucht.“ (Mattis)

    Der Rundumschlag gegen den GSP kommt mir vor wie der pubertäre Versuch, in die Hand, die einen lange Zeit (theoretisch) gefüttert hat, zu beißen, um davon unabhängig, also selbstständig zu werden. Die Sache hat nur einen Haken, wodurch der Befreiungsversuch zum Scheitern verurteilt ist: Der bürgerliche Staat ist weder eine Erfindung des GSP noch das Ergebnis einer Willensbildung seiner Untertanen – er ist die Verkörperung des Interesses, die Bedürfnisse von ihrer unmittelbaren Befriedigung zu trennen. (Dass dazu Gewalt nötig ist, versteht sich von selbst). Wer hat an dieser Abstraktion ein materielles Interesse? Die Leute, die in Anbetracht des von ihnen geschaffenen Reichtums von ihrer objektiv möglichen Lebensgestaltung abgehalten werden? Wohl kaum!

    Es geht vorweg um die Reihenfolge: Erst mal hat man sich der Gewalt bedingungslos zu unterwerfen und dann schaut man auf die Zielvorgabe „Reichtumsmehrung“. Der Witz ist nun, dass die meisten darin gar nicht DIE ökonomische Berechnung wahrnehmen, sondern nur den Anreiz, die Wirtschaft am Laufen zu halten – „von der wir alle abhängig sind“ – für den „eigentlichen“ Zweck: die Versorgung der Bevölkerung mit Arbeitsplätzen, Infrastruktur, Heilung, Pflege, Lebensmitteln und all den nützlichen, schönen Dingen des Konsums. Der Kommunismus ist nett gedacht, aber die Marktwirtschaft ist eben die effektivere Wirtschaftsweise, die gesellschaftlich erforderlichen Aufgaben zu meistern. Schon sind wir im Reich der Ideologien angekommen. Diese Hürde der Kritik lässt sich nicht einfach umgehen durch die platte Abkürzung: „Die Leute wollen doch bloß Eigentümer sein!“ Stimmt’s du mir insoweit zu?

  12. 12 Mattis 09. August 2016 um 15:51 Uhr

    Ich behaupte nicht, dass bei all dem keine Psychologie mitspielt – auf allen Seiten übrigens –, man kann das auch mal benennen, aber man braucht sich da auch nicht reinzuverbeißen.

    „die platte Abkürzung: „Die Leute wollen doch bloß Eigentümer sein!“ – „

    Die Plattheit dieser Abkürzung stammt von dir, insbesondere liegt sie in dem Wörtchen „bloß“. Dass diesem Eigentums-Standpunkt durchaus etwas vorausgeht, es also kein lupenreiner Idealismus ist, und dass es sich bei der befürworteten Staatsgewalt um eine Herrschaft handelt, etc., das alles hast du weggelassen, spielte aber in der bisherigen Debatte bei Neoprene durchaus eine zentrale Rolle.

    Du machst es dir in der Charakterisierung dieser Staatsdebatte, die sich u.a. kritisch mit der GSP-Position auseinandersetzt, wirklich zu einfach. Vor allem hast auch du noch keine schlüssige Antwort auf die zentrale offene Frage gegeben, wie es zugehen kann, dass es ein Gebilde wie der Staat als Selbstzweck gibt. Dies ist zumindest aus meiner Sicht der verwunderlichste Punkt des Themas – für die anderen Diskutanten kann ich nicht sprechen. Außerdem wurde des öfteren festgestellt, dass die Sympathisanten der Position des GegenStandpunkts, die in der Debatte mitgetan haben, gar nicht unbedingt synchron mit dessen Staatspapier argumentierten. Alles in allem: Die Debatte ist nicht zu Ende, sie wird mit Sicherheit wieder aufkommen.

    Und wer weiß: manchmal, um auf dein ziemlich abfälliges psychologisches Bild zurück zu kommen, treffen „pubertierende“ Jugendliche mit ihrer Kritik an den Alten ja auch mal einen wunden Punkt. Das wiederum kann man nur mit Argumenten klären, was voraussetzt, dass man die Debatte weiter führt.

  13. 13 Ohnmacht 10. August 2016 um 13:09 Uhr

    Der Eigentümerstatus ist keine hinterhältige Täuschung, aber eine fiese Abstraktion, welche die wenigstens wirklich durchdrungen haben. Bei den Eigentümern an den Produktionsmitteln handelt es sich nämlich um etwas Exklusives; bei denen, die nichts als ihre Arbeitskraft besitzen, etwas Beliebiges, denn über dieses „Gut“ verfügt schließlich jeder, egal ob reich oder arm. Das Interesse am Ausschlussprinzip überwiegt also bei der Kapitalistenklasse. Ihre ökonomische Potenz, mit der die Masse in Abhängigkeit gehalten wird, baut in erster Linie auf Recht & Gewalt. Vom Selbstzweck des Staates kann daher keine Rede sein.

    Der bürgerliche Staat, zumindest in seiner demokratischen Ausrichtung, setzt darauf, dass jeder Untertan sich gewisse Chancen auf ein Stück am Kuchen ausrechnet und sich somit freiwillig in den Dienst von Staat & Kapital stellt. Der Lohnabhängige sonnt sich in der Einbildung, dieser Anteil habe gerecht auszufallen: alle Verteilungsschlüssel für das Arbeitsentgelt, die Versicherungsleistungen, die Sozialfürsorge sollten aufgrund seines Mitwirkens am gesellschaftlichen Produkt und/oder seines persönlichen Lebensbedarfs ermittelt werden. Dass der Besitzlose lediglich als finanziell äußerst variable Größeneinheit für den einzig gültigen Maßstab und Zweck „Kapitalvermehrung“ auftaucht, will doch niemand wahrhaben.

    Klar, jeder blickt als Staatsbürger auf das große Ganze – das Wachstum der Nation – aber in der Hoffnung, dass dies auch zu seinem Besten geschehe. (Daher sind die unnützen Kostgänger ein Ärgernis aller Nationalisten).

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